Mehr Platz für die Kleinsten
30 neue Krippenplätze in diesem Kita Jahr
Immer mehr Eltern mit Kindern im Alter von Null bis drei Jahren wollen und müssen berufstätig sein oder befinden sich in der Ausbildung. So wächst die Nachfrage nach Krippenplätzen unaufhörlich und kann trotz des kontinuierlichen Ausbaus in der Stadt Oldenburg bisher bei Weitem nicht gedeckt werden.
Daher freut sich der KiB besonders, dass zum 01.08.2011 die neue Krippengruppe der integrativen Kita Edewechter Landstraße mit 15 Plätzen eröffnen konnte und seit Beginn dieses Jahres 15 weitere Krippenkinder das für sie umgebaute Haus in der Hindenburg Straße 20 mit Leben füllen.
Mit vereinten Kräften und großen Engagement ist es den Handwerkern, Bauleitungen, pädagogischen Teams, Hausmeistern, Wirtschaftskräften und dem KiB als Träger mit Hilfe der finanziellen Förderung der Stadt Oldenburg und des Landes Niedersachsen gelungen, die Oberwohnungen in der integrativen Kita Edewechter Landstraße und zwei Ebenen des denkmalgeschützten Gebäudes in der Hindenburgstraße in ansprechende helle Krippenräume zu verwandeln. Die Kinder fühlen sich sehr wohl und haben sich ihren neuen Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens bereits erobert. Den Eltern erleichtert die zuverlässige und kompetente Betreuung durch die pädagogischen Fachkräfte die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit und sie erfahren Unterstützung bei der Bildung und Erziehung ihrer Kinder.
Im Anschluss an ihre Krippenzeit gibt es für die Kinder im gleichen Haus bzw. in der benachbarten Kita Lindenallee, die sich ebenfalls in der Trägerschaft des KiB befindet, Aussicht auf einen Kindergartenplatz. „Dies erleichtert die Übergänge für die Kinder, entlastet die Eltern und ermöglicht eine kontinuierliche individuelle Entwicklungsbegleitung vom Beginn des Krippenbesuchs bis zur Einschulung“ stellt Eltje Jahnke, Vorstand des KiB, fest „und durch die gelungenen baulichen Lösungen verfügen die bis Dreijährigen gleichzeitig über die Geborgenheit und Sicherheit eines überschaubaren Lebensraumes.“
Integrative Förderung in der Kinderkrippe
Freie Plätze für bis Dreijährige mit Behinderung
Gerade Eltern, deren Kleinkinder behindert oder von Behinderung bedroht sind, sind einer besonders großen Belastung ausgesetzt. Sie müssen die Besonderheit ihres Kindes akzeptieren, haben einen erhöhten Aufwand für seine Pflege und Förderung und sie wissen oft nicht, wie sie ihre Erwerbsarbeit oder ihre Lebensentwürfe realisieren können, da sie keine fachkompetente Betreuung und Unterstützung für ihr Kind finden.
Gleichzeitig profitieren Kinder in ihrer Entwicklung um so mehr, desto früher sie gefördert werden.
Die Kinderkrippe Dietrichsweg und die Kindergruppen Ostlandstraße nehmen seit April 2010 am niedersächsischen „Modellvorhaben zur gemeinsamen Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung im Alter bis zu drei Jahren in Krippen und kleinen Kindertagesstätten“ teil und sind anerkannte Modellstandorte in der Stadt Oldenburg.
Die Kinderkrippe Dietrichsweg ist eine eingruppige Kinderkrippe und bietet Ganztags- und Halbtagsplätze in einer Gruppe von 12 Kindern im Alter von null bis drei Jahren mit und ohne Behinderung. Zwei der 12 Plätze sind für Kinder mit Behinderung vorgesehen. Zusätzlich zu den drei sozialpädagogischen Fachkräften sind eine heilpädagogische Vollzeitkraft und eine Köchin in der Gruppe tätig.
Die Kindergruppen Ostlandstraße haben zurzeit ein Kind mit Behinderung in einer Krippengruppe mit 14 Kindern aufgenommen. Es steht damit der Gruppe eine zusätzliche heilpädagogische Fachkraft mit 10 Wochenstunden zur Verfügung. Wenn weitere Kinder mit Behinderung einen Platz erhalten, werden die Gruppengröße verringert und die heilpädagogischen Stunden auf eine Vollzeitstelle erhöht.
Die Kosten für die heilpädagogische Fachkraft, die die Kinder mit Behinderung entsprechend ihrem individuellen Förderbedarf integrativ fördert und begleitet, sowie die Eltern unterstützt und berät, werden vollständig vom Land Niedersachsen bzw. der Stadt Oldenburg übernommen. Eltern mit geringem Einkommen können darüber hinaus einen Antrag auf Elternbeitragsübernahme beim Amt für Jugend, Familie und Schule der Stadt Oldenburg stellen.
Zum nächsten Kita-Jahr, das am 01.08.2012 beginnt, stehen noch 1 bis 2 freie Plätze für ein Kind, das behindert oder von Behinderung bedroht ist, zur Verfügung.
Die Anmeldung erfolgt direkt in den Kitas, die die Eltern auch bei der Beantragung der notwendigen Kostenanerkenntnis beraten.
Mitgliederversammlung diskutierte über Ganztagsbildung
Im inhaltlichen Teil der Mitgliederversammlung des KiB e.V. am 24.11.11 erläuterte Anja von Bülow, Fachbereichsleitung im KiB, das Oldenburger Rahmenkonzept kooperativer Ganztagsbildung in den Grundschulen. Sie machte deutlich, dass der wissenschaftlich begleitete Entstehungsprozeß des Rahmenkonzeptes geprägt war von einer konstruktiven Kooparation zwischen Schule, freien Jugendhilfeträgern, ElternvertreterInnen, freien Anbietern und der zuständigen Verwaltung der Stadt Oldenburg. "So war es auch möglich, ein Konzept zu entwickeln, in dem nicht nur der schulisch unterrichtliche Blick auf das Leben und Lernen der Jungen und Mädchen gerichtet wurde, sondern Jugendhilfe und Schule als unterschiedliche Fachdisziplinen ein gemeinsames Bildungsverständnis erarbeitet und ausgehend von den Bedürfnissen der Kinder diskutiert und entschieden haben."
Damit konnten Qualitätsstandards definiert werden, die der KiB voll und ganz unterstützt.
Der KiB macht sich als Kooperationspartner der Grundschule Nadorst auf den Weg die Ganztagsschule konzeptionell zu konkretisieren und gemeinsam mit der Schule ab dem Schuljahr 2012/2013 Ganztagsbildung in der Grundschule in die Praxis umzusetzen.
Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung wurde der Sach- und Finanzbericht vorgestellt und der amtierende Aufsichtrat einstimmig entlastet. Bei der turnusmäßigen stattfindenden Wahl des Aufsichtsrat wurden für zwei Jahre gewählt: Ute Adden, Dr. Susanne Baumgärtel, Stefan Diedrich, Meike von Glahn, Claudia Rubart, Andreas Saadhoff, Kerstin Weber. Der neue Aufsichtrat wird mit der konstituierenden Sitzung im Februar 2012 seine Arbeit aufnehmen.
Hier finden Sie das Protokoll der Mitgliederversammlung.
"Das ist toll, auch mal was zu sagen zu haben!"
Projekt Recht habt Ihr! des Kinderschutzbundes Oldenburg im KiB-Hort an der Wallschule
“Kinder dürfen mitbestimmen. Sie dürfen ihre Meinung sagen und die soll von den Erwachsenen ernst genommen werden.!” fasst Greta, 9 Jahre, ihre Erfahrungen zusammen, die sie im Projekt Recht habt ihr! des Kinderschutzbundes Oldenburg gesammelt hat. Acht Kinder des KiB-Hortes an der Wallschule trafen sich fast zehn Wochen lang, um mit Diana Schmidt, Sozialarbeiterin im Kinderschutzbund, ihre Kinderrechte kennen zu lernen, darüber zu diskutieren und zu überlegen, wo ihre Rechte in Deutschland beachtet werden und wo nicht. Die Kinder präsentieren ihre Arbeitsergebnisse nun den Vorständen des Kindertagesstätten – und Beratungsverbandes (KIB) und des Kinderschutzbundes.
Stolz wurde von der geschichtlichen Entwicklung bis hin zur konkreten Umsetzung berichtet. “Uns vom Kinderschutzbund ist es wichtig, die Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken.”, so Diana Schmidt, “im ersten Schritt sollen sie wichtige Rechte kennenlernen. Dann überlegen wir gemeinsam, was für Möglichkeiten die Kinder haben, um bei Dingen, die sie betreffen, mitzubestimmen.” Es sei immer noch so, dass wichtige Kinderrechte auch in Deutschland nicht oder zu wenig beachtet werden. “Sicher ist die Situation in Deutschland besser als in Ländern der sogenannten Dritten Welt”, erläutert Schmidt. “Dort haben wir es mit ganz elementaren Verletzungen der Kinderrechte zu tun. Zum Beispiel mit Kinderarbeit, mit Ausbeutung. Aber auch mit mangelhafter Versorgung bis hin zur Unterernährung. Aber auch in Industrieländern wie Deutschland kommen die Kinder zu kurz. Sei es bei der Spielplatzgestaltung, bei sicheren Verkehrswegen, bei Mitspracherechten auf kommunaler Ebene: Kinder werden zu wenig gehört und gesehen.” Daher fordere der Kinderschutzbund seit Jahren, dass die Kinderrechte fest in das Grundgesetz der Bundesrepublik verankert werden müssen. Denn nur so haben sie eine rechtliche Verbindlichkeit und könnten eingeklagt werden, könnten Verletzungen von Rechten offener gemacht werden.
Durch dieses Projekt hat der KIB seine bestehende Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund weiter ausgebaut. “Die Kooperation im Netzwerk der Oldenburger sozialen Institutionen gibt es ja schon seit Jahren” betont Anja von Bülow, im KIB als pädagogische Fachbereichsleiterin für die Angebote für Schulkinder verantwortlich. “Hier haben wir nun zum ersten Mal auf Kinderebene zusammen gearbeitet und ich freue mich, dass das Ergebnis so konstruktiv und vielschichtig ist.”
Als besonderes Highlight besuchte ein Kamerateam von NWZ – TV die Präsentation und lud zum Interview. Hier konnten die Kinder dann gleich vor laufender Kamera beweisen, dass sie echte Kinderrechtsexperten sind. “Ich finde es nicht gut, dass Kinder oft nicht gefragt werden, das Erwachsene einfach so entscheiden”, kritisiert Simon. “Und ich würde mir mehr Beteiligung von Kindern wünschen. Zum Beispiel wenn ein Spielplatz neu gebaut wird”, ergänzt Zoey.
“Ich habe hier viel Neues erfahren und bin gerne zu den Treffen gekommen.” berichtet Modou (9). Und Espen (10) ergänzt: “Mir hat gefallen, dass es viel um uns ging, dass wir sagen konnten, was uns wichtig war.”
Ein wichtiges Projekt, das durch die gute Zusammenarbeit von KIB und Kinderschutzbund möglich wurde und das hoffentlich viele neue Auflagen erfährt. Konkrete Planungen gibt es schon für das nächste Jahr – nun muss nur noch ein Sponsor gefunden werden, denn das knapp 1500 Euro teure Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden.
“Kinder dürfen mitbestimmen, ich darf mitbestimmen.” sagt Greta zum Abschied, “das ist ein tolles Gefühl, mitreden zu dürfen” lächelt sie stolz.
Mehr Kinder wie Greta in ihren Rechten zu bestärken ist Ziel des KIBs und des Kinderschutzbundes. Bleibt zu hoffen, dass sich großzügige Spender finden, die diese tolle Idee unterstützen.
Text: Peter Schreiber
Der Kinderschutzbund Oldenburg im Internet
Der Beitrag auf NWZ TV im Internet
Der KiB bleibt fit
MitarbeiterInnen schwimmen, trainieren und verzichten auf Suchtmittel bei der Arbeit
Schwimmen und trainieren mit Hansefit
Gemeinsam haben sich Betriebsrat und Vorstand zum Ziel gesetzt, in die Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. Da dies für einen gemeinnützigen Verein nicht über geldliche Zuwendungen möglich ist, haben wir uns entschieden, die Möglichkeiten des Hansefitprogramms zu nutzen. So hat der KiB einen Rahmenvertrag abgeschlossen und dafür können unsere Wirtschafts-, Verwaltungs- und pädagogischen Kräfte für 13,00 € monatlich im OLantis schwimmen und die Hansefit Verbundanlagen nutzen. Eingeschlossen sind auch Kurse zur Förderung der Bewegungsfähigkeit und Kräftigung sowie die Nutzung von Squash- oder Badmintonfeldern und verschiedener Saunen. Derzeitig nutzen 90 der knapp 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das Angebot.
Internetseite Hansefit
Hansefit-Vertrag für die MitarbeiterInnen des KiB
Liste der Hansefit-Verbundanlagen in Oldenburg und umzu
Betriebsvereinbarung "Suchtmttel am Arbeitsplatz"
Einen Ansatz, der über Prävention und Gesunderhaltung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hinausgehrt verfolgt der KiB mit dem Abschluss der Betriebsvereinbarung „Suchtmittel am Arbeitsplatz“. Dort heißt es in der Präambel: „Als Träger von Kindertageseinrichtungen haben der KiB und alle seinen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine besondere Verantwortung für das Wohlergehen und den Schutz der anvertrauten Jungen und Mädchen. … Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Suchtmitteln (Alkohol, Drogen, Medikamente) ist nicht nur im Sinne der durch den Erziehungsauftrag definierten Vorbildfunktion wichtig, sondern auch, um jederzeit die erforderliche Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit für die verantwortungsvolle Tätigkeit in der Kita sicher zu stellen.“
Durch die Betriebsvereinbarung verpflichten sich alle im KiB Tätigen am Arbeitsplatz und an anderen Orten während der Dienstzeit auf den Genuss von Suchtmitteln zu verzichten und weder unter Suchmitteleinfluss die Arbeit aufzunehmen noch Suchtmittel mit an den Arbeitsplatz zu bringen (gewisse Einschränkungen gelten unter Auflagen für Nikotin).
Über die Betriebsvereinbarung wird einerseits der Suchtmittelmissbrauch sanktioniert und andererseits Hilfestellungen gegeben, um einen angemessenen Umgang mit Suchtmitteln sicher zu stellen. Im Zentrum stehen dabei ein Handlungsleitfaden für die Personalführung und die Gestaltung von Gesprächen, die Benennung von zwei fortgebildeten Suchtmittelbeauftragten des Betriebsrates, sowie die Schulung, Information und Sensibilisierung aller leitenden Kräfte im KiB.
Betriebsvereinbarung "Suchtmittel am Arbeitsplatz"
Baustellen im KiB
Im KiB wurde kräftig gebaut!
Neue Krippen- und Hortplätze zum nächsten Kita-Jahr
Nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen und mancherlei Überraschungen auf der Baustelle wird die Krippengruppe in der integrativen Kita Edewechter Landstraße im Sommer fertig gestellt. Insgesamt 15 Kinder bis drei Jahre und ihre Eltern freuen sich mit Beginn des neuen Kita-Jahres auf die neuen Räume im umgebauten Obergeschoss. Das pädagogische Team der neuen Gruppe ist komplett und Nicole Gombert als Kita-Leiterin freut sich, dass der dringende Bedarf an Krippenplätzen im Stadtteil Eversten ein wenig besser gedeckt werden kann. „Die Eltern sind dringend auf die Plätze angewiesen und es war sehr bedrückend, sie über einen langen Zeitraum immer wieder vertrösten zu müssen.“
Eine Aussicht auf einen Krippenplatz gibt es auch für Eltern aus dem Bereich der Innenstadt. Finanziert durch Mittel aus dem Konjunkturpaket 2 und einen Investor wird der KiB in der Hindenburg Straße 20 eine Krippengruppe mit 15 Plätzen schaffen. Die enge Kooperation mit der benachbarten Kita Lindenallee wird auch an diesem Standort die von den Eltern gewünschte Erziehung, Bildung und Betreuung vom Krippenalter bis zur Einschulung ermöglichen. Wir streben die Fertigstellung zum Jahresbeginn 2012 an.
Mit weniger Aufregung aber genauso viel Freude verbunden ist die Schaffung von 28 neuen Hortplätzen für Jungen und Mädchen im Grundschulalter. Zum Beginn des nächsten Schuljahres wird die Kleingruppe im Hort an der Wallschule acht weitere Kinder aufnehmen und die Grundschule Etzhorn erhält einen eigenen Hort mit 20 Plätzen. Dort werden in den Sommerferien die räumlichen Bedingungen geschaffen, so dass die Kinder und das Team zum Schuljahresbeginn einziehen können.
Kindertagesstätten- & Beratungs-Verband e.V.
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